Die Dokumentationsstelle „Religiöser und weltanschaulicher Pluralismus in Deutschland” sammelt und katalogisiert Quellenmaterial über verschiedene Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften im deutschsprachigen Raum. Der Fokus liegt auf Gruppen und Bewegungen, die neben den etablierten Kirchen existieren.

Raum mit Regalen der Sammlung der religionwissenschaftlichen Gruppierungen
Sammlung der Religionswissenschaft

Religiöser und weltanschaulicher Pluralismus in Deutschland

400 Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaften, religiöse oder philosophische Vereine und Verlage versorgen das Institut kostenlos mit Materialien. Rund 20.000 Dokumente wurden bisher katalogisiert.

Gesammelt werden Bücher und Zeitschriften, sogenannte „graue Literatur“ (Broschüren, Flugblätter, Veranstaltungsprogramme, (Rund-)Briefe, Plakate, audiovisuelle Medien und vieles mehr), darunter knapp 200 regelmäßig erscheinende Zeitschriften, Magazine, Rundbriefe, Online-Newsletter und -Zeitschriften, Audio- und Videodateien sowie weitere elektronische Dokumente in unserem Digitalarchiv.

Unsere Bestandsgruppen:

  • Christliche Kirchen, Freikirchen und Vereine
  • Neue religiöse Bewegungen
  • Theosophie und Anthroposophie
  • Muslimische Organisationen
  • Jüdische Organisationen
  • Buddhistische Organisationen
  • Konfessionslosen- und Freidenkervereinigungen
  • Esoterik/Spiritismus/New Age
  • Astrologie
  • Sonstiges (Ufo-Gruppen und andere)


Materialspenden, die unsere Sammlungsgebiete betreffen, nehmen wir jederzeit dankend entgegen.

Es besteht die Möglichkeit, im Rahmen eines religionswissenschaftlichen Bachelorstudiums ein Praktikum in der Dokumentationsstelle durchzuführen.

Modulanerkennung

  • 300 Stunden = 10 Leistungspunkte
  • 150 Stunden = 5 Leistungspunkte

Bewerbungen richten Sie bitte mit tabellarischem Lebenslauf und kurzem Motivationsschreiben (maximal 1 A4-Seite) an Prof. Schüler.

„Kleine Religionen” revisited!

Im Wintersemester 2018/19 und Sommersemester 2019 erhielten Bachelor-Studierende der Religionswissenschaft die Möglichkeit je ein Semester mit Dokumenten zu ausgewählten religiösen Gemeinschaften forschend zu lernen.

Das Förderprojekt stand unter der Leitung von Dr. Sabrina Weiß und Tom Pürschel und wurde vom BMBF und der Laboruni Leipzig gefördert.

Ziel war es, Bachelor-Studierende schon zu einem frühen Zeitpunkt ihrer akademischen Ausbildung mit dem Forschungsprozess vertraut zu machen: Aufbau und Nutzung eines Hochschularchivs, das Forschen und Aufbereiten von Quellenmaterial, die Entwicklung von Forschungsfragen, die Zusammenarbeit in einem Team, die Kommunikation mit interessierten Dritten und die öffentlichkeitswirksame Präsentation der Ergebnisse im universitären Rahmen zählen darunter.

Hier die Ergebnisse: