Musikstadt Leipzig  

Acht gute Gründe für Leipzig

Gewandhaus

Das Gewandhaus zu Leipzig ist eine traditionsreiche Institution und hat die Musikgeschichte der Stadt sowie die Entstehung des bürgerlichen Konzertwesens in Europa maßgeblich mitgeprägt. Das Gewandhausorchester sowie der Gewandhauschor sind in der ganzen Welt geschätzt. Man hat im Gewandhaus nicht nur die Chance, immer wieder Konzerte von renommierten Künstlern zu erleben. Studierende erhalten darüber hinaus die Möglichkeit, Erfahrungen in der Musikvermittlung zu sammeln, indem sie dort Konzerteinführen geben. Das schult nicht nur den Umgang mit musikhistorischem Material, sondern sorgt auch für die nötige Übung, vor Publikum zu sprechen.

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Besucher des Wave-Gotik-Treffens, Foto: Grant Mitchell (flickr)

Musikfestivals in Leipzig

Seien es Kantaten in der Nikolaikirche beim Bachfest, ein „schwarzes“ Konzert des Wave-Gotik-Treffens in der Moritzbastei oder vokaler Pop bei einem Abend des A-Cappella-Festivals im Gewandhaus: Leipzig bietet mit seinen zahlreichen Musikfestivals für wohl jeden die Möglichkeit, sich über mehrere Tage in verschiedenste Musikwelten zu vertiefen. Das Spektrum ist reich: Neben den bereits genannten empfehlen sich unter anderem noch der MDR Musiksommer mit seinem gemischten Programm im ganzen Sendegebiet, die jährlich im Herbst stattfindenden Leipziger Jazztage oder das Ancient-Trance-Festival in Taucha.

Bach-Archiv

Unser Institut steht in enger Verbindung mit dem Bach-Archiv Leipzig: So lehren einige der Mitarbeiter des Archivs bei uns, die meist aus der Bach-Forschung kommen. Durch den direkten Kontakt konnten in der Vergangenheit schon einige Praktika oder Arbeitsverhältnisse hergestellt werden. Das Künstlerische Betriebsbüro des Bach-Archivs ist ebenso an zahlreichen studentischen Hilfskräften für das jährlich stattfindende Bachfest interessiert. So erlangt man einen direkten Einblick in Festivalorganisation, Konzertmanagement und Künstlerbetreuung. Neben der Forschungsstätte und dem Künstlerischen Betriebsbüro besitzt das Bach-Archiv auch eine Abteilung für Museumspädagogik. Ein idealer Arbeitsort für alle, die Kindern und Jugendlichen verschiedenster Herkunft Musik spielerisch, aber dennoch pädagogisch wertvoll nahebringen wollen.

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Sitz des Verlags C. F. Peters in Leipzig (Talstraße), Foto: Exspectabo (Wikipedia), Lizenz: creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode

Verlagswesen

Durch Leipzigs Vergangenheit als Zentrum des (Musik-)Verlagswesens bieten sich den Studierenden zahlreiche Archivbestände im Sächsischen Staatsarchiv. Die noch nicht aufgearbeiteten Briefe und Noten stellen eine Grundlage für die musikwissenschaftliche Forschungsarbeit im Bereich des Verlagswesens dar. Außerdem befinden sich die Verlage Breitkopf & Härtel, Friedrich Hofmeister und C. F. Peters in Leipzig, was den Studierenden die Möglichkeit auf eine Mitarbeit eröffnen kann.

MDR

Der unter anderem in Leipzig ansässige Mitteldeutsche Rundfunk ist ein vielseitiges Betätigungsfeld für junge Musikwissenschafter_innen. Der Rundfunkchor und das Sinfonieorchester des MDR gestalten jedes Jahr den MDR Musiksommer und eigene Konzertreihen. Dabei können Praktikant_innen Einblicke in die Bereiche Konzertorganisation und Künstlerbetreuung gewinnen. Die wechselhafte Geschichte sowie die umfangreichen Aufnahmen, die im Rundfunkarchiv lagern und zahlreiche Uraufführungen umfassen, sind eine ideale Grundlage für eigene wissenschaftliche Arbeiten. Nicht zuletzt bieten Mitarbeiter des MDR immer wieder einzelne Lehrveranstaltungen an unserem Institut an, so konnte z. B. in Zusammenarbeit mit den Redakteuren von MDR Figaro ein Seminar zur Rundfunkdramaturgie ermöglicht werden.

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Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften Leipzig, Foto: Christin Rakete

Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

Dass Leipzig reichlich Bezüge zur Musikgeschichte aufweist, ist bekannt. Was aber nicht jeder weiß: Auch Wurzeln der Musikpsychologie finden sich in Leipzig. Mit der Gründung des Psychologischen Labors in Leipzig ebnete Wilhelm Wundt den Weg zur Erforschung der Wahrnehmung von Musik und ihrer Auswirkungen auf den Menschen. Heute befindet sich in Leipzig das Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften. Es steht dem Institut für Musikwissenschaft als Lehrpartner zur Verfügung. So erhalten die Studierenden einen Einblick in die  Arbeit von Neurowissenschaftlern und können sich auch selbst an Experimenten der Musikwahrnehmung beteiligen.

Museum für Musikinstrumente

Das Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen historischer Musikinstrumente in Europa. Musikinteressierte und Forscher finden dort zahlreiche Anschauungsobjekte aus aller Welt, wobei auch der traditionsreiche sächsische Instrumentenbau nicht zu kurz kommt. Studierende des Instituts für Musikwissenschaft werden direkt am Museum in Instrumentenkunde und Akustik unterrichtet und erhalten häufig die Möglichkeit, durch studentische Museumsführungen und Praktika wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

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naTo Leipzig, Foto: C-M (Wikipedia)

Freie Szene

Leipzig lebt von seiner freien Theater- und Musikszene. Viele Institutionen bieten einen ganz eigenen Charme und eine riesige Bandbreite an Stilen und Nischen. Außerdem gibt es eine Menge Raum für Experimente. Zwei Beispiele dafür sind die naTo und das UT Connewitz. Die naTo bietet ein abwechslungsreiches Konzert- und Kinoprogramm. Hier wird bewusst auch über den Tellerrand geschaut und in andere (Musik-)Kulturen geblickt. Das UT Connewitz besticht durch sein Ambiente. Das alte Kino von 1912 stellt alle Arten von Musik (Theater und Film) in einem anderen Kontext dar und zeigt somit die Zeitlosigkeit von Musik in einem zeitlosen Raum. Vor allem der Leipziger Süden (Südvorstadt, Connewitz) und Westen (Lindenau, Plagwitz) sind reich an Trägern der freien Szene, laden an vielen Ecken zum Entdecken von Neuem und Unkonventionellem ein.


letzte Änderung: 23.08.2018 

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