Interessenten für das  Master-Studium  

Profil der Ausbildung

Der Masterstudiengang Musikwissenschaft dauert 4 Semester. Er besteht aus 7 Modulen und einem Forschungspraktikum, die alle im Fach Musikwissenschaft zu belegen sind. Im 4. Semester wird die Masterarbeit verfasst. Inhaltlich bietet er wissenschaftlich vielseitige und anspruchsvolle Vertiefungen zu den folgenden Facetten der Musikforschung:

Historische Musikwissenschaft

Schwerpunkte liegen in der Musikgeschichte vor allem des 19. und 20. Jahrhunderts, der Musikkultur Osteuropas, der Kirchenmusik sowie der Repertoire-, Rezeptions- und Kulturtransferforschung. Das Phänomen der "Musikstadt Leipzig" wird erforscht sowohl ausgehend von bekannten Komponisten wie Mendelssohn, Schumann oder Wagner als auch im Hinblick auf das bürgerliche Konzertwesen, dessen Strukturen sich seit dem 19. Jahrhundert weltweit ausbreiteten und bis heute wirksam sind.

Systematische Musikwissenschaft

Die Systematische Musikwissenschaft widmet sich Funktionszusammenhängen zwischen musiktheoretischen, psychologischen, soziologischen, anthropologischen, semantischen und ästhetischen Dimensionen, die beim Musizieren, der Wahrnehmung und Vergesellschaftung von Musik und von klangbezogenen Handlungen wirksam werden.

Die am Lehrstuhl entstehenden Qualifikationsarbeiten bilden ein breites Spektrum musiksystematischer Themen ab, das alle Teilgebiete der musiksystematischen Forschung, aber auch Themen der Musikethnologie, Musikanthropologie und musikalischen Globalisierungsforschung umfasst.

Instrumentenkunde

Das dem Institut beigeordnete Museum für Musikinstrumente im Grassi-Museum (Direktor: Prof. Dr. Josef Focht) zählt zu den international führenden Museen seiner Art.

Das Museum, das in der Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen vertreten ist, beherbergt tausende Musikinstrumente aller Epochen und ist als anerkanntes Zentrum der Instrumentenforschung Anlaufpunkt für Forscher aus aller Welt. Für die Master-Ausbildung, die in den Räumen der Sammlung stattfindet, bietet das Museum Vertiefungsmodule zu den Themen europäische Instrumente, historische Aufführungspraxis, außereuropäische Musikinstrumente sowie Quellenkunde an.

Darüber hinaus gibt es am Museum die Möglichkeit, in die Vorbereitung von Ausstellungen, die Erschließung und Dokumentation von Beständen und in die wissenschaftliche Betreuung von Veranstaltungen einbezogen zu werden. Instrumentenkundliche Themen kommen auch ausdrücklich für Masterarbeiten in Frage.

Das Leipziger Institut für Musikwissenschaft zählt mit dem Museum für Musikinstrumente zu den wenigen Institutionen weltweit, an denen bereits im Studium eine Spezialisierung auf Musikinstrumente möglich ist. Auch gibt es am Institut die Möglichkeit, das Spielen auf balinesischen Gamelan-Instrumenten zu erlernen.

Tonsatz

Tonsatz für den Masterstudiengang findet als angewandtes Fach mit starker Orientierung auf die Musik der Gegenwart statt. Unter der Leitung des international renommierten Komponisten Prof. Bernd Franke beschäftigen sich die Studierenden über zwei Semester mit zeitgenössischen Komponisten aus Deutschland, treten in direkten und persönlichen Kontakt zu ihnen und laden sie an die Universität zu öffentlichen Gesprächsrunden ein.

Während der beiden Semester werden Werke dieser Komponisten aus verschiedenen Genres ausgewählt, diskutiert und intensiv analysiert - immer im direkten Austausch mit den Künstlern. Im Zuge dieses Projektes besteht eine intensive Zusammenarbeit mit Verlagen, Journalisten, Rundfunkanstalten, Interpreten, Bibliotheken und Archiven.


letzte Änderung: 17.07.2019 

Kontakt

Institut für Musikwissenschaft
Neumarkt 9–19, Aufgang E
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Telefon: 0341 9730-450
Telefax: 0341 9730-459
muwi(at)uni-leipzig.de