Projekt Waldenburg

Projektleitung:
Prof. Dr. Ulrich Veit
Matthias Wöhrl M.A.

Projektpartner:
Museum Waldenburg
Ägyptisches Museum -Georg Steindorff-

Projektbeteiligte:
Dr. des. Melanie Augstein
; Gudrun Fernitz B.A.; Jörg Frase M.A.; Henry Gärtner B.A.; Christian Grube B.A.; Matthias Halle B.A.; Caroline Janick B.A.; Uwe Kraus M.A.; Matthias Meinecke B.A.; Stephanie Schulz B.A.; Mario Schmidt M.A.; Reinhard Stolle B.A.; Claudia Vattes M.A.; Benny Waszk B.A.

Abb. 2 Index Mvsaei Linckiani
Index Mvsaei Linckiani - Deckblatt

In dem studentischen Projekt wurden in einem ersten Schritt die noch vorhandenen archäologischen Objekte zeichnerisch und fotographisch dokumentiert, katalogmäßig erfasst sowie nach modernen wissenschaftlichen Kriterien klassifiziert und datiert. In einem weiteren Schritt haben sich die Projektbeteiligten intensiv mit dem wissenschaftsgeschichtlichen Kontext der Sammlung und ihren Bezügen zur ‚Archäologie‘ des 17. und 18. Jahrhunderts auseinandergesetzt.  Anknüpfungspunkt dafür sind zum einen die überlieferten Fundorte (u.a. Massel, Mainz und Liegnitz), über die das Kontaktnetz der Familie Linck erschlossen werden kann, zum anderen die  Klassifikationen der Artefakte im ebenfalls überlieferten Sammlungs-Index. Dort ist u.a. von Donnerkeilen, Opfermessern und Thränengefäßen die Rede, Begriffe, die sich auf Diskussionen innerhalb der seit der Renaissance einsetzenden antiquarischen Forschung beziehen. Sie werfen ein Schlaglicht auf Wissensbestände und Sammlungspraktiken in der Frühen Neuzeit.

Ziel des studentischen Projekts der Sammlung Ur- und Frühgeschichte der UL ist die Neuaufnahme und kommentierte Neupräsentation der archäologischen Objekte aus dem Musaeum Linckianum, einem Naturalienkabinett des 18. Jahrhunderts, das von den Besitzern und Betreibern der Leipziger Löwenapotheke über drei Generationen aufgebaut und ausgestellt wurde. Die Sammlung der Familie Linck ist bis heute als wichtiger Teil des Naturalienkabinetts Waldenburg (Sachsen) erhalten geblieben.

Sie geht zurück auf Heinrich Linck (1638-1717), der seit etwa 1670 begann, Naturalien aber auch ältere und neuere Artefakte zusammenzutragen. Vor allem sein Sohn Johann Heinrich Linck d. Ä. (1674-1734), später auch sein Enkel Johann Heinrich d. J. (1734-1807) erweiterten und systematisierten diese Naturaliensammlung, die im 18. Jahrhundert weit über die Grenzen Leipzigs hinaus höchstes Ansehen genoss. Dem Ankauf der nach dem Tode des letzten Linck verwaisten Kollektion durch Fürst Otto Victor I. von Schönburg-Waldenburg im Jahr 1839 ist es zu verdanken, dass die Sammlung in ihrem Kernbestand erhalten geblieben ist. 

Die Ergebnisse des Projektes wurden der Öffentlichkeit in Form einer Kabinettausstellung ab 18. November 2014 bis zum 31. Januar 2015 im Ägyptischen Museum -Georg Steindorff- der Universität Leipzig und anschließend ab Mai 2015 im Naturalienkabinett Waldenburg präsentiert.
Zur Ausstellung ist eine Begleitpublikation erhältlich.

Ausstellung 2014-2015

Flyer Druckversion Seite 1

Donnerkeil - Opfermesser - Thränengefäß:

Die archäologischen Objekte aus der Sammlung der Leipziger Apothekerfamilie Linck (1670-1807) im Naturalienkabinett Waldenburg (Sachsen)

Ausstellung: 18. November 2014 bis 01. Februar 2015

Öffentliche Führungen:

24. Januar 2015, 14:00 Uhr

"Finissage" 01. Februar 2015, 15:00 Uhr

Ägyptisches Museum
– Georg Steindorff –
Goethestraße 2
D-04109 Leipzig
Tel.: +49 341 97-37015

 



letzte Änderung: 13.11.2018 

Leitung

Prof. Dr. Ulrich Veit

Historisches Seminar
Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte
Ritterstr. 14, 4. Stock
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97-37051
E-Mail

Matthias Wöhrl M.A.

Historisches Seminar
Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte
Ritterstr. 14, 4. Stock
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97-37068
Email

Zeitraum

2013 - 2014

Finanzierung

Sammlung Ur- und Frühgeschichte der UL

Museum Waldenburg