Ägyptologisches Institut 

Karl Richard Lepsius zum 200. Geburtstag

Ausstellung im Stadtmuseum "Hohe Lilie" und im "Schlösschen am Markt" in Naumburg

15.09.-25.11.2012

Link zum Stadtmuseum Naumburg

Beteiligte: Dr. Franziska Naether, Kristin Gerth (Naumburg), Stefan Gregor (Naumburg), Verena Kerber (Naumburg), Dr. Siegfried Wagner (Museumsdirektor in Naumburg), Dr. Elke Freier (Leipzig), Studierende und Promovierende des Ägyptologischen Instituts

Am 23. Dezember des Jahres 1810, also vor über 200 Jahren, kam in Naumburg Karl Richard Lepsius zur Welt, der sich als einer der Urväter der wissenschaftlichen Ägyptologie bleibende Verdienste erwerben sollte. 1842-46 leitete der Sohn des Naumburger Landrates Karl Peter Lepsius die vom preußischen König Friedrich Wilhelm IV. entsandte große Expedition, die als eine der ersten unter primär wissenschaftlichen Gesichtspunkten geplanten und durchgeführten Expeditionen in die Geschichte einging und deren Ertrag den Grundstock des Ägyptischen Museums in Berlin bildete, dessen Direktor Lepsius für viele Jahre war. Mehr aber noch als Feldforscher erwarb sich Lepsius als Sprachwissenschaftler, der unter anderem entscheidend zur Entzifferung der Hieroglyphen beitrug, bleibenden Ruhm. Lepsius bekleidete den ersten Lehrstuhl für Ägyptologie in Deutschland und er übernahm in den letzten Lebensjahren als Direktor die Neuordnung der Königlichen Bibliothek. Lepsius starb, 74 Jahre alt, am 10. Juli 1884 in Berlin, wo er auch begraben liegt.

Für die Ausstellung (über 220 m² im Stadtmuseum „Hohe Lilie“ und dem Schlösschen am Markt) wurden und werden Objekte mit ausgewählt, Texte für den Ausstellungsraum und ein Begleitheft erstellt und an der Konzeption mitgearbeitet. Dies geschah vor allem im Rahmen eines Seminars mit Exkursion im SS 2010 sowie durch Dienstreisen. Die Akteure im deutschsprachigen Raum, die sich mit Lepsius Nachleben befassen, sind nun miteinander vernetzt. Zudem lief von Dezember 2010 bis April 2011 eine Vortragsreihe über Lepsius im Naumburg, die von der Universität Leipzig maßgeblich mit organisiert und bestritten wird und einen großen Besuchererfolg darstellte.

In der Ausstellung werden voraussichtlich Tinka Bechert, Ur-Ur-Enkelin von Richard Lepsius, ihre Installation „Triangulations“ ausstellen, Helmar Heyken eine Fotoausstellung beitragen sowie ein Projekt der HU Berlin eine Berliner Posterausstellung dazu beitragen. Damit wäre dies das größte Ausstellungsprojekt zu Lepsius in den letzten Jahrzehnten. Prunkstück sind Teile einer farbigen Gipsnachbildung der Grabkammer des Mer-ib aus dem Alten Reich, die Lepsius aus Ägypten nach Berlin brachte. Die Nachbildung geht als längerfristige Leihgabe des Neuen Museums nach Naumburg.

http://www.lepsius-online.de
http://www.mv-naumburg.de/aktuell-hohe-lilie/405-1010-richard-lepsius


letzte Änderung: 19.09.2018 

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