Ägyptologisches Institut 

Augrabung in Heliopolis

Ausgrabungen in Heliopolis – Das Kultzentrum des Sonnengottes in Heliopolis (Ägypten)
Excavations at Heliopolis – The Cultic Centre of the Sun-God of Heliopolis (Egypt)

Projektleitung
Dr., PD Dietrich Raue (dietrich.raue(at)uni-leipzig.de) und Dr. Aiman Ashmawy (Antikenministerium der Arabischen Republik Ägypten, Kairo, Ägypten); Mitarbeiter: Prof. Dr. Morgan De Dapper (Institut für Geographie der Universität Gent, Belgien), Tomasz Herbich (Akademie der Wissenschaften Warschau), Prof. Dr. Dieter Fritsch (Universität Stuttgart – Institut für Photogrammetrie); Dr. Luc Gabolde / Damien Laisney (CNRS Montpellier / Universität Lyon); Stephanie Blaschta M.A., Christopher Breninek B.A., Florence Langermann B.A. (Ägyptologisches Institut/Museum – Georg Steindorff –)

Kurzbeschreibung:
Der Sonnenkult war über drei Jahrtausende das zentrale Element der altägyptischen Religion, und Heliopolis sein Zentrum: Der Platz der Weltschöpfung und ein landesweiter Referenzpunkt. Die architektonische Gestaltung und landschaftliche Einbettung von Heliopolis sind Gegenstand zahlreicher Annahmen. Jedoch beruhen die bisherigen Hypothesen zu diesem Zentrum des Sonnenkults überwiegend auf dekontextualisierten Objekten. Das bedeutendste Relikt innerhalb der Anlage ist eine gewaltige Ringstruktur von gut 400 m Durchmesser und 65 m Breite, die im östlichen Teil des Haupttemenos lag. Viel diskutierte Themen der Ägyptologie, wie etwa die Transformation einer mythischen Landschaft der Weltentstehung in eine architektonische Religionsinszenierung der Schöpfung auf dem Urhügel, werden inzwischen durch den geomorphologischen Survey als reale naturräumliche Gegebenheiten nachgewiesen. Die astronomischen Hypothesen zum Sonnenkult in seinem Zentrum können dank einer exakten Vermessung erstmals überprüft werden.

Mit einer Reihe von Notgrabungen konnten moittlerweile mehrere Sakralbauten Ramses’ II., deren Folgegeschichte und die Nutzung des Areals vor ihrem Bau nachgewiesen werden. Hierbei wurde im Tempelzentrum ein neuer Tempel Nektanebos‘ I. identifiziert, in dessen unmittelbarer nördlicher Umgebung sich ein Bauprojekt des Merenptah zu befinden scheint. Im westlichsten dieser Tempel des Sonnenbezirks wurde 2017/2018 die erste Kolossalstatue der Spätzeit, errichtet durch Psammetich I. (664-610 v. Chr.) entdeckt und sukzessive freigelegt und geborgen.

Weiterführung: Ja
Finanzierung
:
Deutsche Forschungsgemeinschaft

Weitere Aktivitäten wurden ermöglicht durch:Auswärtiges Amt – Botschaft Kairo; Fondation Michela Schiff Giorgini Lausanne; Fonds Cheops pour l’archéologie Paris; Europäische Stiftung für Bildung und Kultur der Rahn-Dittrich-Group; Berthold-Leibinger Stiftung Ditzingen.

Siehe weiter www. heliopolisproject.org


letzte Änderung: 19.09.2018 

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