Ägyptologisches Institut 

Augrabung in Heliopolis

Ausgrabungen in Heliopolis – Das Kultzentrum des Sonnengottes in Heliopolis (Ägypten)
Excavations at Heliopolis – The Cultic Centre of the Sun-God of Heliopolis (Egypt)

Projektleitung
Dr., PD Dietrich Raue (dietrich.raue(at)uni-leipzig.de) und Dr. Aiman Ashmawy (Antikenministerium der Arabischen Republik Ägypten, Kairo, Ägypten); Mitarbeiter: Prof. Dr. Morgan De Dapper (Institut für Geographie der Universität Gent, Belgien), Tomasz Herbich (Akademie der Wissenschaften Warschau), Prof. Dr. Dieter Fritsch (Universität Stuttgart – Institut für Photogrammetrie)

Kurzbeschreibung:
Der Sonnenkult war über drei Jahrtausende das zentrale Element der altägyptischen Religion, und Heliopolis sein Zentrum: Der Platz der Weltschöpfung und ein landesweiter Referenzpunkt. Die architektonische Gestaltung und landschaftliche Einbettung von Heliopolis sind Gegenstand zahlreicher Annahmen. Jedoch beruhen die bisherigen Hypothesen zu diesem Zentrum des Sonnenkults überwiegend auf dekontextualisierten Objekten.Das bedeutendste Relikt innerhalb der Anlage ist eine gewaltige Ringstruktur von gut 400 m Durchmesser und 65 m Breite, die im östlichen Teil des Haupttemenos lag. Die funktionale Deutung der Ringstruktur ist allerdings umstritten, ebenso wie ihre Datierung und ihr baugeschichtlicher Zusammenhang. Angesichts der gewaltigen Dimensionen dieses Bauwerks wird während einer Pilotphase ein geomorphologischer und ein geophysikalischer Survey durchgeführt. Viel diskutierte Themen der Ägyptologie, wie etwa die Transformation einer mythischen Landschaft der Weltentstehung in eine architektonische Religionsinszenierung, werden auf einer ganz neuen Grundlage verhandelbar sein. Die astronomischen Hypothesen zum Sonnenkult in seinem Zentrum können dank einer exakten Vermessung erstmals überprüft werden. Im Alten Ägypten ging man - wie auch in der modernen Ägyptologie - davon aus, dass die größten Tempelzentren, wie etwa Karnak und der Aton-Tempel von Amarna, ihr Vorbild in Heliopolis hatten. Das vorliegende Projekt soll auch zu dieser Annahme erstmals vor Ort primäre Evidenz liefern.

Weiterführung: Ja
Finanzierung
:
Deutsche Forschungsgemeinschaft, Auswärtiges Amt – Botschaft Kairo )

Einige Ergebnisse der Gemeinschaftsunternehmung des Ägyptischen Antikenministeriums und des Ägyptologischen Instituts / Ägyptischen Museums der Universität Leipzig im Frühjahr 2015 in der Ägyptischen Tagespresse

UNI-Pressemitteilung 17.04.2015

english.ahram 14.04.2015

luxortimesmagazine 14.04.2015


letzte Änderung: 28.09.2016 

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