Ägyptologisches Institut 

Grabung in Wad Ben Naga

Ausgrabungen in der meroitischen Residenzanlage Wad Ben Naga/Sudan           

Explorations of the Meroitic Royal City at Wad Ben Naga

Projektleitung
Pavel Onderka (Nationalmuseum Prag, pavel.onderka.cz(at)gmail.com). Projektkooperation: Dr. Dietrich Raue (dietrich.raue(at)uni-leipzig.de). Mitarbeiter: Ramona John M.A, Erik Spindler M.A., Alexander Gatzsche (Restaurator)

Kurzbeschreibung

Die archäologische Stätte von Wad Ben Naga befindet sich etwa 130 km nördlich der sudanesischen Hauptstadt Khartum, am rechten Nilufer gelegen. In der Antike war Wad Ben Naga ein sehr wichtiges urbanes Zentrum auf der heute durch die UNESCO geschützten „Insel von Meroe“. Als Wad Ban Naga am Ende der napatanischen Periode (4. Jh. v. Chr.) von Bion von Soloi besucht wurde, muss hier bereits eine bedeutende Siedlung mit einer bemerkenswerten Größe existiert haben. Im 4. Jahrhundert v. Chr. und darauf folgend wurden in Wad Ben Naga viele Tempel und ein großer königlicher Palast errichtet. Ihren Höhepunkt erreichte die Siedlung um die Zeitenwende. Damals war Wad Ben Naga die am südlichsten lokalisierte Stadt am Nil. Der Niedergang der Stadt ist wohl während des Zusammenbruchs der Meroitischen Kultur im 4. Jh. n. Chr anzusetzen, jedoch verblieben weiterhin kleine Bevölkerungsgruppen vor Ort. Die Forschungsexpedition findet unter Teilnahme von tschechischen und Leipziger Wissenschaftlern und Studenten statt. Die ersten Grabungskampagne wurde vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfond unterstützt. Mittlerweile hat sich die Expedition nach Wad Ben Naga als eine ständige archäologische Ausgrabung in der Republik Sudan etabliert.


An der Expedition nach Wad Ben Naga ist die Universität Leipzig über die Entsendung eines Doktoranden beteiligt, die sich auch in der jüngsten Publikation des Projekts niedergeschlagen hat: Onderka, Pavel and Vlastimil Vrtal (eds) 2013. Wad Ben Naga: 1821-2013, mit Beiträgen von Jiřina Daškova, Alexander Gatzsche, Marie Dufková, Eric Spindler and František Vace. Praha: National Museum.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Einladung des Nationalmuseums Prag; Deutsch-Tschechischer Zukunftsfond.


letzte Änderung: 19.09.2018 

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