Ägyptologisches Institut 

Georg Steindorff und die Leipziger Ägyptologie

Georg Steindorff und die Leipziger Ägyptologie

Beteiligte:
Prof. Dr. Elke Blumenthal, Prof. Dr. Hans-Werner Fischer-Elfert, Prof. Dr. Hans-Werner Fischer-Elfert, Dr. Franziska Naether, Dr. Dietrich Raue, apl. Prof. Dr. Tonio Sebastian Richter, Dipl.-Bibl. Kerstin Seidel, Karl Heinrich von Stülpnagel (Restaurator) et al.

Sonderausstellung zu Leben und Werk Georg Steindorffs
(Eröffnung am 2. Mai 2012)
Enthüllung der Gedenktafel in Museum
Publikationen
öffentliche Vorträge (Leipziger Buchmesse)
Sonderführungen im Museum
Archivreisen und Exkursionen 

Berichterstattung über die Sammlung Steindorffs
(bitte nach ganz unter scrollen)

Projekt Wissenshintergründe und Forschungstransfer am Beispiel des Ägyptologen Georg Steindorff (1861-1951)
Scientific background knowledge and research transfer as exemplified by the
Egyptologist Georg Steindorff (1861-1951)

Projektleitung
Dr. Dietrich Raue (dietrich.raue(at)uni-leipzig.de); Mitarbeiter:  Dr. Susanne Voss (Deutsches Archäologisches Institut – Zentrale), Dr. Alexandra Cappel (Bremen), Dr. Thomas Gertzen (Berlin), Sandra Müller M.A., Kerstin Seidel M.A.

Kurzbeschreibung:
Mit der 2011 abgeschlossenen Übergabe der privaten Korrespondenz von Georg Steindorff durch seinen Erben an die Universität Leipzig ist ein bislang weitgehend unbekanntes Archivmaterial der wissenschaftsgeschichtlichen Erschließung zugänglich geworden. Nicht weniger als 6800 Dokumente aus 60 Jahren (empfangene Briefe mit Kommentaren wie auch Vorlagen für eigene Schreiben) beleuchten das Wirken einer der zentralen Figuren der Ägyptologie, und zwar nicht nur als Wissenschaftler, sondern auch als Wissenschaftspolitiker, dessen Einfluss in den ersten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts kaum überschätzt werden kann. Seine verschiedenen Herausgeberschaften setzten ihn darüber hinaus in unmittelbaren Bezug zu den großen Verlagen. Die Stärke des jetzt verfügbar gewordenen Materials liegt in seiner Konsistenz, Dichte und Qualität ebenso wie in seiner erstaunlichen zeitlichen Ausdehnung über gut 60 Jahre. Die ungeschönte Offenheit der Privatkorrespondenz ermöglicht es, die Metaebene einer geisteswissenschaftlichen Disziplin in den Blick zu bekommen. Der in jüngster Zeit erkannte Diskurs um den Anteil der deutschen Ägyptologen am international ausgetragenen wissenschaftlichen Wettkampf der Kulturen (Kaiser Wilhelm II.) ist in diesem Material herausragend illustriert. Die Dokumente des zu erschließenden Archivs legen die Interaktionen unterschiedlicher Sphären, vor allem aber der Wissenshintergründe frei und die Motive der Handelnden explizit offen. In synchroner Sicht erarbeitet das Projekt die fächerübergreifende Beeinflussung von Forschung unter den jeweiligen nationalen Sachzwängen, in diachroner Sichtweise erscheinen die Mechanismen der Weitergabe von Wissen und der Herausbildung von Schulen und lassen direkte Traditionsstränge von der Gründerzeit bis in die Nachkriegszeit hinein erkennen. Die Akteure der Wissensgenerierung und des Forschungstransfers werden somit weit über ihre anekdotisch rekonstruierbaren Netzwerke hinaus darstellbar.

Die Abgabe des Manuskripts des Forschungsprojekts ist für den Sommer 2015 vorgesehen. Eine Drucklegung ist in der Reihe „Beihefte der Zeitschrift für Ägyptische Sprache und Altertumskunde“ vorgesehen.

Am 19.Juni 2014 wurde in der Universität Leipzig in einem Festvortrag von Dr. Susanne Voss-Kern eine Zusammenfassung der Ergebnisse vorgestellt. Im Rahmen der laufenden Arbeiten wurde in Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma „Sammler und Jäger – SO-Productions“ der Dokumentarfilm „Georg Steindorff – Ausgrabungen“ fertiggestellt.

Finanzierung: DFG (seit 2013)


letzte Änderung: 28.09.2016 

Kontakt

Ägyptologisches Institut
Goethestraße 2
04109 Leipzig

Sekretariat, A. Kunze
Di. u. Do. 07:30-16:00 Uhr
Fr. 13:00-16:00 Uhr

Sprechzeiten:
Di. 13:00–14:00 Uhr,
Do. 10:00–11:30 Uhr

Telefon: +49 341 97-37010
Telefax: +49 341 97-37029
E-Mail