Konferenz  

Internationale Konferenz

Eastern European Emigrants and the Internationalisation of 20th-Century Music Concepts

29.–31. Januar 2020

Die Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts ist in besonderem Maße durch den globalen Transfer und Austausch von künstlerischen Konzepten, Modellen und Techniken geprägt. Ein wichtiger Katalysator für diese Kulturtransferprozesse war das Phänomen der Emigration (oft politisch bedingte, unfreiwillige Auswanderung von Künstlern, die von totalitären Regimen verfolgt wurden). So war etwa die weltweite Verbreitung von Arnold Schönbergs Reihentechnik oder von Heinrich Schenkers neuem Analysesystem vor allem eine Folge der Emigration dieser Musiker bzw. ihrer Schüler in die USA.

Auch viele Musiker aus Osteuropa emigrierten in andere (vor allem westliche) Länder, beginnend mit und noch vor der russischen Oktoberrevolution 1917 und erneut während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Diese Emigranten brachten ihr künstlerisches und kulturelles Erbe in ihre vorübergehenden oder langfristigen Gastländer mit. Ihre Musikkonzepte traten dort in Wechselwirkung mit lokalen Traditionen und trugen so zur Internationalisierung künstlerischer Ideen und zum Aufkommen neuer globaler Trends bei.

Das Ziel dieser internationalen Konferenz, an der MusikwissenschaftlerInnen und andere ForscherInnen aus sieben Ländern teilnehmen, besteht darin, die Wege emigrierter osteuropäischer Komponisten und anderer Künstler und Wissenschaftler neu zu beleuchten, indem die Produktivität ihrer Interaktionen mit den Gastgeberkulturen sowie die daraus resultierende Internationalisierung künstlerischer Konzepte in den Mittelpunkt gerückt werden.

Organisation: Dr. Anna Fortunova, Prof. Dr. Stefan Keym

Programm


letzte Änderung: 09.01.2020