Musikwissenschaft

Gegenstände des Studiengangs sind Historische und Systematische Musikwissenschaft, Tonsatz, Instrumentenkunde/Akustik und berufsfeld-spezifische Qualifikationen.

Die Historische Musikwissenschaft ist ein Teil der Geschichts- und Kulturwissen-schaften. Ihre zentralen Objekte sind die traditionellen Gattungen der Vokal- und Instrumentalmusik sowie intermediale Produkte moderner Kunstrichtungen, an denen Musik Anteil hat. Die historisch orientierte Musikwissenschaft beschäftigt sich im besonderen mit der Entstehung, Notation, Erscheinung, klanglichen Wiedergabe, Funktion und Wirkung von Werken der europäischen Musikgeschichte einschließlich ihrer Einbindung in institutionelle, soziale und gesamtkulturelle Zusammenhänge. Sie erforscht ferner die Geschichte der Musiktheorie, der Musikästhetik, der bildlichen Darstellung und Umsetzung von Musik, der Musikpädagogik und der eigenen Wissenschaft, ihrer Methoden, Institutionen und Wirkungsmöglichkeiten.

Die Systematische Musikwissenschaft praktiziert einen integrativen und mehrdimensionalen Zugriff auf Musik als soziales, psychologisches, physika-lisches, ästhetisches und anthropologisches Phänomen. Ihr Erkenntnisinteresse richtet sich auf historische und aktuelle Systemzusammenhänge, die vom Ton als Gegenstand der Wahrnehmung über musiktheoretische Voraussetzungen, die ästhetische Urteilsbildung und psychoakustische Verarbeitung bis zu kulturellen Funktionsweisen von Musik reichen können. Zum Methodenspektrum zählen vergleichende, empirisch-statistische, quantitative, qualitative, modellierende, klassifizierende und experimentell-messende Verfahren.

Der Tonsatzunterricht vermittelt kompositionstechnische Grundkenntnisse. Er wird spezifisch untergliedert in die Bereiche Harmonielehre mit den Schwer-punkten 18. und 19. Jahrhundert, Kontrapunkt mit den Schwerpunkten Palestrina-Stil und Bach-Fuge, sowie Musik des 20. und 21. Jahrhunderts oder Komposition. Besonders das Fach Komposition für Studierende der Musik-wissenschaft stellt ein Novum in der deutschen Hochschullandschaft dar. Als weitere, den Tonsatzunterricht ergänzende Grundlagenfächer vor allem für die historische Musikwissenschaft dienen Formanalyse und Notationskunde.
Instrumentenkunde/Akustik bildet ein zwischen historischer und systematischer Musikwissenschaft angesiedeltes Fach, das sich der Bau- und Funktionsweise sowie der Geschichte von Musikinstrumenten einschließlich ihrer akustischen Grundlagen sowie der musikalischen Aufführungspraxis widmet.

Zu den berufsfeldspezifischen Qualifikationen zählen insbesondere philologische Quellenarbeit, Editions- und Lektoratstechnik, Museologie etc.
Insbesondere sollen die Studierenden befähigt werden zu selbständiger Forschungstätigkeit und kritischer Reflexion der Methoden und Praktiken des Faches sowie eine wissenschaftliche Grundlage vermittelt bekommen für eine spätere Berufstätigkeit an Forschungs- und Editionsinstituten, Musikhoch-schulen, Universitäten, Musikverlagen, Museen, Konzerthäusern, Musiktheatern, Musikschulen, Presseorganen (Musikkritik), Rundfunk, Fernsehen, kommunalen und staatlichen Organen der Kulturverwaltung, weiteren Bereiche der Musikproduktion und Institutionen der Erwachsenenbildung.

Zugangsvoraussetzung sind Musikkenntnisse, die in einer Eignungsprüfung gemäß der Ordnung zur Feststellung der Eignung für den Bachelor-Studiengang Musikwissenschaft nachgewiesen werden.

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letzte Änderung: 22.08.2017 

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