Dr. Armin Bergmeier  

Lehrveranstaltung

Seminar

Dienstag   11 Uhr   WMH 5/15

Stil – Bedeutung – Präsenz: Hauptwerke der Kunstgeschichtsschreibung

Das Lektüreseminar wird sich mit ausgewählten Schlüsselwerken der Kunstgeschichtsschreibung beschäftigen, von Winckelmann über Panofsky bis hin zu neuesten bildwissenschaftlichen Ansätzen und der interdisziplinären Präsenz-Forschung. Die Seminarsitzungen werden sich chronologisch durch die Kunstgeschichtsschreibung bewegen. Wir werden die erste moderne „Kunstgeschichte“ Johann-Joachim Winckelmanns in Abgrenzung zu den Werken Vasaris untersuchen. Weiterhin werden wir uns mit den bis in die Gegenwart wichtigen Arbeiten und Begriffen Alois Riegls („Kunstwollen“), Michael Baxandalls („period eye“) und Edward Saids („Orientalism“) beschäftigen. Im Zentrum des Seminars werden die Ikonologie Erwin Panofskys sowie semiotische Fragen (Zeichenlehre) stehen. Wir werden dann die Ablehnung der ikonologischen und semiotischen Methoden und die Suche nach neuen Wegen in der jüngeren Kunstgeschichte betrachten. Diese Ablehnung kulminierte in der deutschen Bildwissenschaft (G. Boehm, H. Belting, H. Bredekamp) und den amerikanischen visual studies (W.T. Mitchell). Aspekte dieser Forschungen zur Präsenz von Bildern und Objekten (bspw. Hans Belting) und zur Zeitlichkeit von Bildern (bspw. Keith Moxey) werden zu den Fragen der Tagung im Juni überleiten. Die Übung wird aus der aktiven Teilnahme an einem halbtägigen Methoden-Workshop und einer zweitägigen Tagung bestehen. Der Workshop am 13.6. zum Thema „Methodologies of Temporality“ wird von Prof. emer. Keith Moxey (Barnard/Columbia University, New York) geleitet werden. Daran schließt sich die internationale Tagung „Picturing the Present: Gegenwart im Bild und Bild in der Gegenwart“ (14.-15.6.18) an. Für die erfolgreiche Durchführung von Übung und Seminar ist die Präsenz und die aktive Teilnahme aller SeminarteilnehmerInnen notwendig. Sicherheit im Umgang mit englischsprachiger Texte und die Fähigkeit, eigene Gedanken und grundlegende Zusammenhänge auf Englisch auszudrücken, sind Voraussetzung.

Literatur:  Gottfried Boehm (Hrsg.) Was ist ein Bild? (München 1994), Michael Ann Holly, Panofsky and the Foundations of Art History (Cornell 1987), Keith Moxey, Visual Time: The Image in History (Durham 2013), W.J.T. Mitchell, What Do Images Want (Chicago 2005), Hans Ulrich Gumbrecht, Production of Presence (Stanford 2004)

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letzte Änderung: 16.04.2018 

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