Institut für  Kunstgeschichte  

Lehrbeauftragte

Vera Lauf M.A.
Tel. über 0341 973 55 50
Fax         0341 973 55 59
E-Mail: vera.lauf[at]uni-leipzig.de

Lehrangebot

Seminar

Freitag  09 Uhr   GfzK

Blockveranstaltungen:
4 SWS
Termine: 28.04., 12.05.,
02.06.,16.06., 30.06., 07.07.2017

3./4./5. Semester Bachelorstudiengang
Aufbaumodul I  - 03-KUG-1201 -
Praxis und Berufsfelder

Die Gegenwart der Sammlung: Das Verhältnis von Kunst und Gesellschaft am Beispiel der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig

Der Bildungsauftrag und die gesellschaftliche Rolle von Kunstmuseen standen in den letzten Dekaden vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen wieder verstärkt zur Debat-te. Diskutiert wurde, in welcher Weise die Museumsarbeit etwa dem demographischen Wan-del, den durch Migration hervorgerufenen zunehmenden transkulturellen Verflechtungen, den technologischen Neuerungen im digitalen Zeitalter, der Ökonomisierung wie auch der teilweisen Nationalisierung in der Kulturpolitik oder einem zunehmend eventbasierten Kul-turbegriff begegnen kann. Während sich diese Debatten in erster Linie auf die Dynamik und das Potenzial von temporären Ausstellungen, Vermittlungsprojekten und Veranstaltungen richten, werden Sammlungen weiterhin als recht statische Gebilde behandelt. Wenn man bedenkt, dass die Sammlung konstitutiv für das Museum ist, stellt sich die Frage, welche Effekte die Diskussionen zur Rolle von Museen für den Umgang mit ihren Sammlungen haben können.
Die Galerie für Zeitgenössische Kunst (GfZK) Leipzig wurde als ein Ausstellungshaus und Museum für Gegenwartskunst im Zuge von gesellschaftlichen und politischen Transfor-mationsprozessen, die mit der Wiedervereinigung in Deutschland einhergingen, gegründet. Derzeit arbeitet die GfZK an einer Neubetrachtung ihrer Sammlung, um Perspektiven für eine zukünftige Sammelpolitik zu gewinnen.
Das Seminar vermittelt Einblicke in die aktuellen Diskussionen zu den gegenwärtigen Anforderungen an Kunstmuseen sowie in die konkrete Museumsarbeit an der GfZK. Neben der Lektüre von theoretischen Texten werden die Studierenden die Sammlung der GfZK kennenlernen. Der Seminarplan beinhaltet Besuche anderer Leipziger Sammlungen sowie Gespräche mit Mitarbeiter*innen der jeweiligen Museen. Für eine Anwendung der theoreti-schen Kenntnisse erfolgen im Rahmen des Seminars eigenständige Recherchen zur Kontex-tualisierung einzelner Bestände der GfZK-Sammlung.
Einführende Literatur:  Claire Bishop, Radical Museology or What’s ‘Contemporary’ in Museums of Contemporary Art, London 2013.


letzte Änderung: 23.08.2017 

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