Historisches Seminar 

Zur Landesgeschichte

Meißen ist ein herausragender Erinnerungsort der sächsischen Geschichte. Der Burgberg war im Mittelalter das weltliche und geistliche Zentrum der Mark Meißen. Bereits unter König Heinrich I. ist Meißen 928/29 ein Vorposten der deutschen Herrschaft im Slawenland (bis heute gibt es eine sorbische Volksgruppe in Sachsen, die hier schon vor der deutschen Besiedlung ansässig war) und zum Mittelpunkt der Markgrafschaft Meißen geworden. 968 wurde dort von Kaiser Otto dem Großen ein Bistum eingerichtet. Seit 1068 ist außerdem ein Burggraf von Meißen auf dem Burgberg nachweisbar.

Die Markgrafenburg (Albrechtsburg) wurde im 15. Jahrhundert durch den Baumeister Arnold von Westfalen prachtvoll ausgebaut und 1521 vollendet. Die Albrechtsburg wurde damit zu einem herausragenden Denkmal der Kunstgeschichte, an dem der Übergang vom Burgen- zum Schloßbau eindrucksvoll deutlich wird. Als Residenzort ist Meißen in der frühen Neuzeit von Dresden abgelöst worden, während Leipzig durch die Gründung der Universität 1409 und das Messeprivileg von 1497 zum geistigen und wirtschaftlichen Zentrum Sachsens geworden ist.

Am Ausgangspunkt der sächsischen Geschichte, in der Albrechtsburg zu Meißen, ist am 3. Oktober 1990 der Freistaat Sachsen wiederbegründet worden. Die Präambel der sächsischen Verfassung vom 27. Mai 1992 knüpft bewußt an die tausendjährige Geschichte der Mark Meißen an. Dies unterstreicht die Bedeutung der sächsischen Landesgeschichte und ihrer Erforschung für die Zukunft des Freistaats Sachsen.


letzte Änderung: 15.07.2015 

Monika Jäger

Monika Jäger

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