Neuere und Zeitgeschichte 

Willkommen auf den Seiten des Lehrstuhls für Neuere und Zeitgeschichte

Zwei Tage, nachdem der Bau der Berliner Mauer begonnen hatte, springt der Bereitschaftspolizist Conrad Schumann über eine Stacheldrahtrolle in den Westen. Ein West-Berliner Fotograf hält die Szene im Bild fest, die zu einer Ikone des Kalten Krieges werden soll. Sekunden später verschwindet Schumann, der seine Waffe weggeworfen hat, in einem Polizeiauto, das mit ihm davon fährt. Das Ministerium für Staatssicherheit versucht, die Flucht als Menschenraub darzustellen, aber Schumann stellt noch am Abend in einem Interview mit dem Sender Freies Berlin klar, dass er freiwillig gekommen ist. Bis zu seinem Tod (durch Suizid) im Jahr 1998 findet der „Vorzeigeflüchtling“ eine neue Heimat in Bayern.

Schlaglichtartig beleuchtet das Fotodokument die vielfältig verflochtene Geschichte der beiden deutschen Staaten – was auch einer der neueren Forschungsschwerpunkte unseres Lehrstuhls ist.

Am Lehrstuhl für Neuere und Zeitgeschichte wird Geschichte vom Beginn des „langen 19. Jahrhunderts“ bis zur Gegenwart gelehrt und erforscht. Besonderes Augenmerk gehört politik- und sozialgeschichtlichen Aspekten der deutschen Geschichte, dem europäischen Staatensystem des 19. und 20. Jahrhunderts und der Geschichte der Europäischen Union. Zudem widmet sich insbesondere der Lehrstuhlinhaber, Prof. Dr. Günther Heydemann, der italienischen Geschichte.

Die Forschungsvorhaben der Mitglieder des Lehrstuhls liegen zumeist im Bereich der deutschen Zeitgeschichte. Die Forschungsansätze reichen von klassischer Politikgeschichte über Justiz-, Sozial- und Alltagsgeschichte bis zu Stadt- und Regionalgeschichte.

In Lehre und Forschung nehmen die Geschichte der beiden deutschen Diktaturen sowie die Geschichte des Kalten Krieges eine zentrale Stellung ein. Hinsichtlich des 19. Jahrhunderts liegt derzeit ein Schwerpunkt auf der Geschichte der Sozialstaaten.


letzte Änderung: 27.02.2014 

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