Historisches Seminar 

Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit

Herzlich willkommen auf den Seiten des Lehrstuhls der Geschichte der Frühen Neuzeit.

Die Epochenbezeichnung "Frühe Neuzeit" hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg nicht nur in der deutschen Geschichtswissenschaft, sondern auch international in anderen europäischen Wissenschaftskulturen  für den Zeitraum zwischen etwa 1500 und 1800 durchgesetzt ("Early Modern History"). Diesem Periodisierungskonzept liegt die Vorstellung zugrunde, dass die Zeit "zwischen Reformation und Revolution" als eine Epoche der Transformation begriffen werden kann, die aufgrund spezifischer Strukturen und Prozesse sowohl vom Mittelalter als auch von der Moderne abgrenzbar ist. Ungeachtet überzeugender Plädoyers für ein eher "fließendes" Verständnis der Grenzziehungen zwischen diesen Zeitabschnitten, ist der Epochencharakter der Frühen Neuzeit heute allgemein anerkannt und findet seinen Niederschlag in der Wissenschaftsorganisation und auf dem wissenschaftlichen Buchmarkt.

Der Lehrstuhl vertritt das Fach Geschichte der Frühen Neuzeit in Forschung und Lehre in seiner gesamten zeitlichen Breite und thematischen Vielfalt von der Reformation bis zur Aufklärung und den politischen und sozialen Revolutionen an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Geschichte des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation und dessen Funktionsweise im europäischen Kontext. Regelmäßig werden aber auch Lehrveranstaltungen zur Geschichte Westeuropas, zur Renaissance sowie zur überseeischen Geschichte in der Frühen Neuzeit angeboten. Die Ausbildung in den Bachelor- bzw. Masterseminaren und Kolloquien erfolgt quellennah und unter Einbeziehung vielfältiger methodischer Instrumentarien, etwa der Selbstzeugnisforschung, der Alltags- und Mentalitätsgeschichte sowie der Kultur- und Strukturgeschichte vormoderner Kaiser-, Königs- und Fürstenherrschaft.

Spezifische Themenschwerpunkte des Lehrstuhls in Forschung und Lehre sind:

- Deutsche und europäische Reformations- und Konfessionalisierungsgeschichte

- Verfassungs- und Sozialgeschichte des Alten Reiches und seiner Territorien

- Vergleichende Kultur-, Bildungs- und Universitätsgeschichte

- Geschichte der Aufklärung

- Geschichte des Pietismus und seiner außereuropäischen Wirkung 

Die Arbeitsschwerpunkte der Mitarbeiter und Doktoranden bieten darüber hinaus ein breit gefächertes Themenspektrum, das vom frühneuzeitlichen Reichsfürstenstand und seinen territorialen Herrschaftsstrukturen, der deutschen und englischen Reformationsgeschichte, über die Sozial- und Alltagsgeschichte der vormodernen Elementar- und Lateinschule, der vorindustriellen Sozialfürsorge bis zur Geschichte des Dreißigjährigen Krieges und der Lebenswelt der Sorben im 18. Jahrhundert reicht.

Das Studium der Geschichte der Frühen Neuzeit ist im Rahmen der Lehramts-, Bachelor- und Masterausbildung in Leipzig fest verankert und bietet den Studierenden zeitlich, thematisch und methodisch breite Entfaltungsmöglichkeiten. Fortgeschrittene Studierende, Interessierte und Kandidaten für Abschlussarbeiten werden ausdrücklich ermutigt, das frühneuzeitliche Kolloquium (Oberseminar) zu besuchen, das Einblicke in laufende Forschungen und Diskussionen innerhalb des Faches Geschichte der Frühen Neuzeit ermöglicht und zu eigenen Studien befähigen soll. 

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an:

Professor Dr. Manfred Rudersdorf


letzte Änderung: 26.07.2016 

Kontakt

Katja Wöhner

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